Lange Tage – Wahnsinnstage

Sie krampen die Hüte
30. September 2018
Beitragsbild "Tageswahnsinn"
Es langt! Es reicht! Es ist genug!
8. Oktober 2018

Lange Tage – Wahnsinnstage

Beitragsbild "Tageswahnsinn"

Das Wochenjournal der 38. Kalenderwoche

Montag

Nichts außergewöhnliches geschieht am Vormittag. Auch das tut mal gut, wenn man nur dem normalen Tagesgeschäft nachgehen kann.

Den Abend verbringen wir bei einem Webinar. Keine verlorene Zeit, nicht allzuviel Neues, eher eine Auffrischung von bekannten Inhalten. So far, so good.


Dienstag

Auch der Dienstag ist nicht wirklich von Wahnsinn geprägt. Dafür mit der Vorbereitung eines Vortrags. Aber das war ja auch schon der Montag

Eine Telefonkonferenz verläuft erfreulich und wenn alles so kommt wie ich es mir erhoffe – dann werden in ein paar Monaten ein paar Menschen lachen und sich darüber freuen, wie ich ein kleines bisschen ihre Denkwelt verändere.


Mittwoch

Den Vormittag mit dem verbracht, was ich am liebsten mache: Kommunizieren. Vielleicht habe ich es auch geschafft zu motivieren. Die Zeit wird es zeigen.

Am Nachmittag noch ein erfreuliches Gespräch mit meiner Agentur. Einen Schreibauftrag fertigstellen und ein paar Zeilen am kommenden Buch arbeiten.

Der Brief, von dem ich am Montag schrieb, ist leider noch nicht eingetroffen. Nun, bis Freitag warte ich noch …..

Jetzt gönne ich mir etwas Ruhe (so Gott, die Bürger und die Leitstelle es wollen – Olli, ich hoffe, du hast heute dienstfrei. Ich weiß, dass du es liebst, mich durch die Gegend zu jagen 😉 )

Am Abend die Abnahme des Wissenstest für unsere Jugendlichen. 37 Jugendliche absolvieren den Test bravourös. Für die Zukunft sehe ich noch nicht ganz so schwarz. Die Zeit wird es zeigen, ob sie schaffen, ihr Engagement durch Schule, Ausbildung und später Beruf hindurch aufrechterhalten zu können. Am derzeitigen Wollen läge es nicht.



Donnerstag

Nach einem Feuerlöschertraining am Vormittag bin ich wieder einmal on the road. Offenbach ruft. Auf der „geliebten“ A3 verliere ich eine dreiviertel Stunde, da ein LKW in einer Baustelle liegen bleibt. Glücklicherweise ist mein Zeitpuffer – trotz der nur wenigen 120 km – groß genug, dass ich pünktlich zu reden beginnen kann. Die ersten paar Minuten muss ich zwar mein schon fast eingerostetes Englisch wieder zum Laufen bringen, aber das schadet weder der Begeisterung der Zuhörerschaft noch dem Zeitplan. Auf die Minute genau nach zwei Stunden spreche ich den letzten Satz.

Über Lob der Zuhörerinnen und Zuhörer freue ich mich immer – sogar richtig tierisch, wenn einer der begeisterten Zuhörer der oberste Boss der Firma ist.

Kaum wieder im eigenen Revier, reicht es gerade noch fürs Essen, dann pfeift mein Gürtelvibrator. Ich sag nicht viel dazu – aber alles sollte man nicht in den Holzofen werfen, sonst könnten Passanten schon auf die Idee kommen, dass bei dem Rauch irgendwas nicht stimmt. Und von „gesundem Rauch“ war die Farbe des Rauches auch ganz weit entfernt.


Freitag

Bürokram, eine angenehme Nachricht. Am Abend die Teilnahme an einer Schulung. Sorry Leute, aber mir erst eine halbe Stunde anzuhören, wie toll die Vortragenden sind und was sie alles machen und wie toll die Firma ist – das ist sowas von 80er Jahre.  Die wesentlichen Inhalte wären in einem 18-Minuten-Vortrag locker und spaßig rüberzubringen gewesen. Die Präsentation dazu war ebenfalls 80er Jahre. Wenn ich auf der Folie a) gefühlt 20 Bilder unterbringe, b) eine Grafik mit Text drauf habe, die wegen der Größe nicht lesbar ist und c) auf anderen Folien die Gesamtinformation steht – wozu dann noch dem Vortragenden zuhören? Waste of time.


Samstag

Werde ich alt? Senile Bettflucht? Um 7 Uhr bin ich wach. Oder ist es einfach nur die Angst, den Tag zu verschlafen, da außer Hexe niemand im Haus ist? Wobei Hexe ja auch nicht da war, sie bat um Einlass während ich mich zur ersten Tasse Kaffee beamte. Egal. So habe ich genug Zeit, mich zu sortieren, was ja auch nicht immer ganz so einfach ist.

Der Artikel, zu dem ich oben verlinke – fantastisch, was für Kreise der zieht. Mal schauen, was noch alles passiert. Jetzt auf jeden Fall nutze ich die Zeit, um weiter an den Büchern zu schreiben. Bücher? Ja. Schließlich kann ich nicht erwarten, dass ein Text allein zu einem Thema für alle Menschen lesbar ist.

Buchungskalender 2019 bearbeiten. Vorbuchungen laufen ein. 2019 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit genauso langweilig wie 2018 – nämlich gar nicht. Ein tolles System, da sieht die Agentur sofort bei Anfragen, welche Termine noch frei sind. 2019 sind es tatsächlich nur noch 35 Tage, die für Vorträge 2019 frei sind. Es ist der Wahnsinn. Lieben lieben Dank allen Beteiligten 🙂 … und wer noch buchen möchte für eine Session in 2019, der möge sich beeilen.

Am Abend noch die Teilnahme an einer 70-Jahr-Feier. Nach dem offiziellen Teil bleibe ich noch, da die Gespräche interessant und anregend sind. Nach Hause komme ich fast zeitgleich mit der Gattin, die den Tag mit Proben verbracht hat. Timing ist alles 🙂


Sonntag

Dachte ich gestern noch, ich würde vielleicht langsam unter der senilen Bettflucht anfangen zu leiden, beruhigte mich heute meine geliebte ILSe – ein Alarm, unmittelbar gefolgt von einer Stornierung des Alarms. Somit egal, ob senil oder Weckalarm – mit ausschlafen wird es wohl nichts mehr in diesem Jahrzehnt 😉

Ihr seid der Wahnsinn! Vielen vielen Dank 🙂

Markus Ungerer: "Danke"

.. und zwar dafür, wie viele sich diesen Artikel angesehen und geteilt haben: (Nachtrag am Montag Vormittag: Mehr als 1,5 Tsd Menschen haben sich das bereits angesehen.)

.. und morgen ist er gedruckt im "Fränkischer Sonntag" 🙂

Gepostet von Markus Ungerer – Autor und Speaker am Freitag, 28. September 2018

.. und dann war da noch der Text, der mir seit Tagen durch den Kopf geht. Da ich ja eh wach bin, kann ich ihn ausarbeiten. Schaut selbst:

Der Sonntagabend klingt gemütlich und ruhig aus. Kraft tanken für die kommende Woche, die sicher wieder wahnsinnig wird 🙂



Wie normal war deine Woche? Freue mich auf deinen Kommentar.


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… hey, ich danke dir herzlich fürs Lesen des Tageswahnsinns. Ich freue mich wahnsinning, wenn du hier unten die Buttons nutzt, um auch deine Freunde auf den Tageswahnsinn aufmerksam zu machen. Vielen Dank dafür. 😊

Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

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