Es langt! Es reicht! Es ist genug!

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1. Oktober 2018
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15. Oktober 2018

Es langt! Es reicht! Es ist genug!

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Das Wochenjournal der 40. Kalenderwoche

Montag

Nach üblicher Büro- und Schreibstubenarbeit am Abend noch ein Gruppenführermeeting mit einer kleinen Begehung. Und wieder einmal stelle ich fest, dass vieles, was zugesichert wird, nur blablabla ist. Zufahrten zu fast fertigen Baustellen, hoch und heilig versprochen, dass die Durchfahrt frei und brandlastfrei bleibt. Das Material was da drinnen liegt, reicht aus, drei Häuserblocks mit Brandrauch zu füllen. Ein Transporter, der mitten in der Fußgängerzone parkt und zwar so, dass keines unserer Großfahrzeuge durchkäme. Sagt mal, geht’s noch? So wie ich Gottes Humor mittlerweile kenne, ist der Fahrer eines solchen Lieferwagens genau derjenige, der nicht gerettet werden kann, weil die Drehleiter nicht durchkommt.

Aber vermutlich ist es ja nur wichtig, dass weniger als zehn Meter bis zum heimischen Kühlschrank oder zum Übernachtungshotel oder in die Kneipe gelaufen werden muss. Zehn-Meter-Gehen …..


Dienstag

Früher Nachmittag. Alarmierung. BAB A3. Lastkraftwagen. Eingeklemmte.

Um überhaupt auf die Autobahn zu gelangen ist schon zirkeln notwendig, wenn auch machbar. Ja, habe es schon schlimmer erlebt, aber es muss trotzdem nicht sein. Niemand von uns fährt aus Spaß und Freude mit Blaulicht und Martinhorn durch die Gegend und schon gar nicht in einen Stau auf die A3.

Lasst doch, wenn es staut, einfach Auffahrten, Zufahrten, Kreuzungen und so weiter frei! Was ist denn so schwer daran a bisserl vorausschauend zu fahren??? Oder haben sie euch das in der Fahrschule nicht mehr beigebracht? Dann verlangt euer Geld zurück und macht euren Führerschein nochmal in einer mitdenkenden Fahrschule! Das ist wie mit Kinder erziehen – was die nicht an selbständigen Mitdenken als Kinder lernen, das lernen die nie mehr.

An der Einsatzstelle. Irgendwann will keiner mehr von uns diese Bilder sehen. Wieder, schon wieder, zum xten Mal: Vermutlich ungebremst ist ein Lkw in das Stauende gekracht. So böse und schlimm es ist, „zum Glück“ nur in den Aufflieger des davor stehenden Lkw und der hatte „zum Glück“ einen Planenaufbau. Dadurch wurden zwar noch zwei weitere Lkw auf den jeweils vorausstehenden Lkw geschoben, aber deren ihre Fahrer hatten mehr Glück als der Fahrer des aufgefahrenen Lkw. Wenn du zwei Winden von Großfahrzeugen brauchst, um den einen Lkw aus dem anderen Lkw wenigstens soweit herauszuziehen, dass du an den Fahrer rankommst, um ihn zu versorgen und zu retten, dann weißt du welche Kräfte da beim Aufprall freigesetzt wurden. Das sind Bilder die keiner von uns mehr sehen will, die wir aber immer und immer wieder werden sehen müssen.

Gepostet von Berthold Diem am Dienstag, 2. Oktober 2018

 .. wenn in der Folge in einem Kommentar auf die Pressemeldung das größte Problem das Folgeverkehrschaos in der Stadt ist, dann bekomme ich das Kotzen, wenn zeitgleich um das Leben eines Menschen gekämpft wird. Der würde wohl lieber ne halbe Stunde später als sonst nach Hause kommen. Hauptsache, er käme nach Hause.


Mittwoch

Feiertag. Seit meine Feuerwehr den Dr.-Erwin-Rumpel-Preis erhielt, ist es nur natürlich, dass ich als Leiter der Feuerwehr der jährlichen Verleihung beiwohne. Dieses Jahr erhielt ihn ein verdienter Arbeiter für die Kinder unserer Stadt. Das freut mich ebenso wie die kurzweilige Laudatio, der eine kurzweilige Dankesrede folgte. Die Gespräche danach waren ebenfalls von der angenehmen Seite.

Dass wir unser immer darüber freuen, Menschen kennenzulernen, sollte ja hinreichend bekannt sein. Doch wenn du Abends in die Kneipe gehst, um einfach nur einen Burger zu essen, dann erwartest du nicht, dass die älteren Herrschaften, zu denen du dich an den Tisch sitzt, Gestrandete in deiner Stadt sind. Aus Stockholm kommend, auf dem Weg nach Tirol, hatten sie die nächste Abfahrt genommen für einen Zwischenstopp. Auf dem Weg von der Pension in die Innenstadt zu einem Restaurant wichen sie an der Kneipe vom Weg ab und so stießen wir aufeinander. Sie Schwedin, er Österreicher. Ein angenehm-interessanter Abend, den wir aufgrund des Klingelns des Weckers am Donnerstagmorgen bald verlassen mussten, endet mit einer Verabredung in Stockholm für das kommende Frühjahr. Schau mer mal. 🙂



Donnerstag

Ich schreibe an einem Beitrag auf Facebook bezüglich dem Irrsinn, dass Bilder immer wie aus dem Katalog aussehen müssen.

Massenhaft Werbung für Software zur Bildhintergrundoptimierung wird mal wieder angezeigt.Kein Wunder, dass kaum einer…

Gepostet von Markus Ungerer am Donnerstag, 4. Oktober 2018

In dem Zusammenhang suche ich im Netz nach unschönen Bildern von mir, die das echte Leben abbilden. Ich stoße auf einen alten Artikel aus dem Jahr 2013. Ich war noch Stadtbrandmeister. Ein Brand mit Todesfolge. Das Bild zeigt schonungslos die Wahrheit. Ich erinnere mich an diesen Moment. Der Sarg wurde an mir vorbeigetragen und es blieb mir nur, den Kopf zu senken und zu denken, dass es scheiße ist, wenn man keine Chance mehr hat, ein Leben zu retten.



Freitag

Zurück von der Übung, bei der ich es endlich wieder einmal schaffte, unmittelbar den Verlauf zu steuern, lasse ich mich gerade auf dem Sofa nieder, da piept die Kiste am Gürtel. Die Alarmierung verheißt nicht Gutes: Ein Wassernotfall in der Dunkelheit. Freunde vermissen einen Freund und befürchten, er sei in den Fluss gefallen. Gut, dass sie alarmieren, eher suboptimal, dass schon einige lange Minuten vergangen sind. Glücklicherweise klärt sich sie Sache schnell auf – der Vermisste befindet sich wohlauf in der Wohnung, nur hatten scheinbar die Kumpels nicht mitbekommen, dass der vermeintlich Vemisste schon wieder zurück war.

Nunja, lieber so, als wieder einmal eine ertrunkene Person herausziehen zu müssen.


Samstag

Die Arbeiten am Buch „F.I.R.E. – Trau Dich Zu Entscheiden“ schreiten voran und dabei entstehen immer mehr Assoziationen zu dem Akronym. Gestern veröffentlichte ich den Download der e-card für die Medien & Presse. Heute entstand der Gedanke: Was bedeutet das Akronym für Politiker? Hier kannst du meine Idee dazu lesen und natürlich die Karte herunterladen. Entweder weil du selbst Politiker bist und dazu stehst oder weil du sie deiner Politikerin/deinem Politiker schenken möchtest als Gedankenanstoß. Ich befürchte, freiwillig werden sich nur wenige PolitikerInnen diese Karte an den Schmink- oder Rasierspiegel stecken. (Beweisfotos gerne mir zukommen lassen!) Diejenigen, die das tun werden, sind jedoch vermutlich dann diejenigen, die diese Punkte zumindest zu berücksichtigen versuchen. Diejenigen, die es bräuchten, darüber mal nachzudenken, verstehen vermutlich nicht einmal die Worte.

Wenn du dir das Armband F.I.R.E als Geschenk sichern willst, um zu zeigen, dass du den F.I.R.E. Gedanken lebst und nicht gefeuert gehörst, dann lass dich unverbindlich vormerken für das Buch. Sobald es erscheint, erhältst du von mir eine E-Mail mit den Informationen, wo du das Buch mit dem Geschenk erhältst. Schau einfach hier.



Wie normal war deine Woche? Freue mich auf deinen Kommentar.


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… hey, ich danke dir herzlich fürs Lesen des Tageswahnsinns. Ich freue mich wahnsinning, wenn du hier unten die Buttons nutzt, um auch deine Freunde auf den Tageswahnsinn aufmerksam zu machen. Vielen Dank dafür. 😊

Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

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