Lange nicht gesehen

LoStonin
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24. September 2018

Lange nicht gesehen

Das Wochenjournal der 37. Kalenderwoche

Montag

Die Vortragstage diese Woche werden erwartungsgemäß die üblichen sein: Spannend, lustig, anstregend und erfolgreich für meine Teilnehmer.

Am Abend findet der erste Schulungsabend für den diesjährigen Wissenstest statt. Klasse, wenn sich Ausbilder so vorbereiten für unsere Jugend! Danke hierfür


Dienstag

Dienstversammlung der Kreisbrandinspektionen. Wenn man selbst viel mit dem Auto unterwegs ist, dann freut man sich, mal mitgenommen auszuschauen. 🙂 Der Abend wird trotz straffer Sitzung lang und ich falle totmüde ins Bett.


Mittwoch

Auch dieser Abend steht im Zeichen des Wissenstest. Wir besprechen danach noch die Gestaltung der kommenden Abende. Und wieder sind die Augen praktisch zu noch bevor der Kopf das Kopfkissen erreicht.



Donnerstag

Wow. Ein Abend ohne Auswärtstermin. Dafür ruft die Schreibstube. Liegengebliebenes aufarbeiten und ein Webinar besuchen. Ich komme zwar früher als die Tage vorher ins Bett, jedoch nicht weniger müde.


Freitag

Letzter Tag für meine Teilnehmer und mich. Der Abschluss verläuft sehr erfreulich und schon kurz nach 12 Uhr lasse ich das Auto gen Heimat rollen.

Mittagessen und dann wieder Übernahme des Kommandowagens. Mein Stellvertreter hatte mir am Vormittag noch bevor ich nachfragen konnte, mitgeteilt, dass er den Wagen in der Waschhalle für mich zur Abholung stehen lässt. Keine Chance noch einen halben Tag herauszuschinden 🙂

Am Abend eine Übung einer meiner Wehren in Kooperation mit einer Wehr des Nachbarfürstentums in einem Kindergarten. Sensibilisierung und Training der Erzieherinnen und Kinder war der Hauptschwerpunkt. Die Übung verlief zufriedenstellend und im Nachgang konnte ich ein längeres Gespräch mit Verwandten führen, die ich schon Jahre nicht mehr gesehen hatte. So nah und doch so selten sieht man sich. Jeder hat sein Leben und jeder ist heutzutage so eingebunden – ob sich das nochmal ändern wird? Ich befürchte: Nein. Trotzdem toll zu sehen, dass doch einige der Kinder meiner Verwandten und diese selber in der Ortsfeuerwehr des anderen Fürstentums sind. Muss was dran sein, an dieser Sache mit den Genen. Und wer wegen der heutigen Jugend schimpft: Hey, eine Zwölfjährige, die nichts sehnlicher erwartete als 12 zu werden, um endlich in die Jugendfeuerwehr gehen zu können? Auf diese Jugend baue ich! Ihr werdet es rocken – lasst euch bloss nicht von uns Alten desillusionieren! 🙂


Samstag

Klar. Wieder im Dienst. Kurz nach Mitternacht die Alarmierung zu einer Dieselspur auf der Autobahn. Buh. Das war keine Dieselspur sondern feucht aufwischen auf der gesamten Breite der Autobahn – mit Diesel halt. Letztlich konnten wir als Feuerwehr da nicht allzuviel machen. Die Reinigung war dann Aufgabe der Autobahnmeisterei nach dem die Gefährdungen durch die Feuerwehren beseitigt waren.


Sonntag

Der Sonntag beginnt sehr sehr bald – 00.04 Uhr. Wir bekommen eine Einladung zu einer Hochzeitsfeier. Ich sag es mal so – wer nicht hören will, muss raus. Laut dem Eigentümer, mit dem ich nach Abarbeitung des Falschalarmes noch ein paar Minütchen vor dem Gebäude ratsche, steht es in den Verträgen drin: keine Nebelmaschinen in den Räumen, da das Hotel eine aufgeschaltete Brandmeldeanlage hat.

Naja. Kennt man ja aus vielen Bereichen. Erst die Verträge und AGB nicht lesen und hinterher große Augen machen.

Der Rest des Sonntags verläuft gemütlich bis kurz vor 17 Uhr. Eine Nachforderung zu einem Wohnmobilbrand auf der Autobahn. Wegen Vollsperrung auffahren entgegen der Fahrtrichtung, da die Anfahrt bedeutend kürzer ist – es ist trotzdem immer wieder ein Ungutes Gefühl. Das Wohnmobil – nach Blick auf das H-Kennzeichnen tut es weh. Immer schade, wenn historische Fahrzeuge, sorgsam gehütet und gepflegt in Rauch aufgehen.

Nach einer knappen Stunde kann ich mich zu Hause anmelden, dass ich auf dem Rückweg bin. Dort war Frau nett zu mir und die Damen haben mit dem Wildschwein gewartet, damit ich auch in den Genuss komme. Es hat sich gelohnt.

Danke allen Gästen für Ihren Besuch und Danke allen Einsatzkräften für die fantastische Leistung in Vorbereitung, Durchführung und Rückbau!😊



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Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

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