Tageswahnsinn der 33. Kalenderwoche

Wildschwein_smoked_Rosmarinkartoffeln
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Tageswahnsinn der 33. Kalenderwoche

Das Wochenjournal der 33. Kalenderwoche

Montag

Ein normaler Bürotag. Ein normaler Schreibstubentag und ein ruhiger Abend. Auch das soll es geben 🙂


Dienstag

Eine Standardalarmierung. Türöffnung. Der Einsatz an sich eher unspektakulär. Ich lasse bei Anfahrt Platz für den RTW. Der Dienstwagen steht neben Parkbuchten, auf denen Autos parken. Eine Dame frage ich nach der gesuchten Adresse, da sie sofort fragt, wo ich denn hin müsse.

Eine Dame und ein Herr – ich glaube, die beiden kamen auch gerade dazu, könnte aber auch etwas später gewesen sein. Konzentration auf den Einsatz. Im weiteren Verlauf des Einsatzes komme ich wieder auf die Straße. Zwei Diensttelefonate. Die Dame und der Herr stehen an dem Fahrzeug, dass in der Parkbucht steht, neben der auf der Straße mein Kommandowagen steht. Kurz: eingeparkt von mir.

Entspannt und gemütlich unterhalten sie sich. Ich beende mein zweites Telefonat und kann jetzt erstmal nur warten. Zufällig drehe ich mich zu dem roten Privatwagen in der Parkbucht und dem roten Wagen mit Blaulicht auf der Straße daneben.

Es dauert ein paar Sekunden, dann reagieren endlich die Schaltzentren in meinem Hirn. Lange Wege dauern halt a bisserl – selbst mit Lichtgeschwindigkeit.

Ich frage die Herrschaften, ob sie weg fahren möchten. Die beiden immer noch freundlich, geduldig und entspannt, meinen lächelnd sinngemäß, dass alles gut ist und sie warten könnten.

Da ich ja selbst nur warte und nicht produktiv bin, fahre ich natürlich ein Stück zurück, damit die beiden wegfahren können. Sie bedanken sich sogar noch dafür.

Einfach nur wow und danke für das Verständnis und die Empathie für Menschen, die Hilfe benötigen.

Apropos danke – eine Weile später auf der Autobahn ein Pkw-Brand. Zu retten war der Wagen schon bei eintreffen nicht mehr. Trotzdem bedankt sich der freundliche Herr.


Mittwoch

Du Volldepp! Nachts kurz nach halb drei Uhr geweckt zu werden sind wir ja gewohnt. Oft haben Menschen dann echt Probleme. Aber wenn du aufstehst und schon so ein“ Das bekommt mir bekannt vor“ Gefühl hats, dann…

… dann hast du dieses Déjà-vu Gefühl vollständig bei Eintreffen. Vor wenigen Tagen hatten wir nach einem Einbruch erst eine Schaufensterscheibe provisorisch verschlossen. Und jetzt schlägst du Vollhorst die Schaufensterscheibe daneben ein. Unser Provisorium an Scheibe Nr. 1 hängt immer noch. Logisch, diese Scheiben hat neimand auf Lager. Vermutlich ist der Schaden durch die Zerstörung der Fensterscheiben größer als das, was du erbeutet hast.

Irgendwann haben sie dich. Freu dich auf die Rechnungen von Land, Gemeinde, Glaser und dem bisschen Diebesgut. Das Absitzen der Strafe ist dann vermutlich noch das Einfachste. Mal schauen, vielleicht können wir dir ja noch eine privatrechtliche Schadensersatzforderungen auf den Hals jagen. Wie viel sind die Lebenszeit und der entgangene Schlaf wert, die wir wegen dir für nichts und wieder nichts hingegeben haben? Wird nicht zu bezahlen sein die Rechnung. Vollidiot.



Donnerstag

Wochenlang habe ich nach den richtigen Wörtern gesucht – und plötzlich macht es bäng und sie sind da. Da heißt es schnell werden mit aufschreiben. Zu oft schon erlebt, dass das Hirn im unerwarteten Moment den richtigen Schaltkreis schließt – ihn aber nur für ein paar Sekunden aufrecht erhält. Hast du dann nichts zum Schreiben, ist der Gedanke, das Wort, der Satz weg. Weg, einfach weg. Diesmal habe ich Glück.


Freitag

Heute ist es ein Jahr her, dass Reinhold Ziegler verstarb. Mit ihm habe ich einen schreibenden Freund verloren, den ich nie vergessen werde.

01001101 01100001 01100011 01101000 01100101 01110011 01100111 01110101 01110100 00101100 01010010 01100101 01101001 01101110 01101000 01101111 01101100 01100100 00100001

(in Anlehnung an diesen Text)

…, weil ich nicht jammern will, weil klagen mich nicht weiterbringt, … Meine Hoffnung ist ein starker Baum. Es wird wieder Licht. Irgendwann.

Reinhold Ziegler, Nachtläufer, Ueberreuter, Wien 2008, ISBN 978-3-8000-5423-7

Samstag

Okay. Heute habe ich ein Klischee erfüllt:  Männer können nicht suchen oder besser gesagt – finden. Gestern Abend habe ich ein kleines, aber wichtiges Teil verloren. Im Auto, dem vermuteten Verlustort, finde ich es nicht. Also doch mal die Stellen des Aufenthaltsortes abgefahren. Und tatsächlich, an dem einen Platz, an dem ich gestern war, findet die Gattin das gesuchte Teil –     im Auto.

! No comments, please.!

Unverhofft kommt gerne. Ein whatsapp-post, eine blöde Antwort darauf und schon hat man eine Einladung. 🙂 Kühlbox auffüllen mit einer entsprechenden Auswahl an Getränken – inklusive Babbelwasser für die Kleinste – und schon dürfen wir genießen.

Weißbrot mit Gegrilltem auf Rucola mit Senfsoße und Paprika

Sonntag

Die Woche endet wie sie begonnen hat, in Ruhe. Nun, fast, eines der Meerlis segnet das Zeitliche.

Eine Umstellung nehme ich vor: Der Tageswahnsinn wird nicht mehr Montags um 10 Uhr erscheinen, sondern erst um 16 Uhr. Der Grund dafür: So kann Montag Nachmittag noch das eine oder andere an Texten und Bildern nachgetragen werden.


Wie normal war deine Woche? Freue mich auf deinen Kommentar.

Hol dir die 10 Chancen zum Überleben 4.0


… hey, ich danke dir herzlich fürs Lesen des Tageswahnsinns. Ich freue mich wahnsinning, wenn du hier unten die Buttons nutzt, um auch deine Freunde auf den Tageswahnsinn aufmerksam zu machen. Vielen Dank dafür. 😊

Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

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