Tageswahnsinn der 32. Kalenderwoche 2018

Titelbild Tageswahnsinn
BR-Radltour, Dachstuhlbrand und ein dicker Hals haben eine Gemeinsamkeit
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Tageswahnsinn der 32. Kalenderwoche 2018

Wildschwein_smoked_Rosmarinkartoffeln

Das Wochenjournal der 32. Kalenderwoche 2018

Montag

Am Abend das traditionelle August-Essen. Davor eine Traumrundenbegehung. Die Traumrunde ist ein Wanderweg. Mir erscheint dieser Teil eher als ein Weg durch das Unterholz. In der kommenden Übung werden wir dann mal trainieren, einen Verletzten einen halben Kilometer weit aus dem Wald zu retten – denn dorthin kommst du außer mit deinen Füßen mit überhaupt nichts hin.

Ein kurzes Statement meinerseits löst unterschiedliche Reaktionen aus. Die eher getroffen-negativen Aufnahmemodi sind sofort an den Gesichtszügen zu erkennen. Dazu noch Armhaltung, Fußstellung und Oberkörperneigung. Veränderungen, die Schweigen aussagekräftiger machen als jedes Wort. Die positiven Reaktionen kommen, wie meist, erst später per Messages. That’s the way ist is.


Dienstag

Buhh. Einerseits ist es ja um die Uhrzeit noch einigermaßen kühl – andererseits ist 3.30 Uhr eine blöde Zeit zum Aufstehen. Wenn dann der Grund dafür nur ein oder mehrere Volldeppen sind, die eine Schaufensterscheibe einschlagen, dann kriegste nen Hals. Aber na gut. Der Mitarbeiter des Ladens ist nicht nur ausgesprochen höflich, sondern bietet mir auch einen Kaffee an. Die Mädels und Jungs warten im Haus auf die Maße der zerstörten Scheibe und kommen dann mit der passenden Platte zum provisorischen reparieren. Um viertel vor fünf liege ich im Bett und versuche zu schlafen, wenigstens a bisserl noch.

Ich bin echt zu doof dazu – hab es trotz trödeln am Morgen nicht geschafft wenigsten ein paar Minuten meiner Mehrarbeitszeit abzubauen. Na ja. Dafür hat es mich riesig gefreut, dass der Boss die Achtsamkeit einer Mitarbeiterin anerkennt und diese wiederum freut sich darüber.

Am Abend eine Sitzung ….


Montag

Wahnsinnsfreier Tag. Fast – ich habe es tatsächlich geschafft, mal ein paar miese Minuten zu machen 🙂 Wobei diese beiden Bilder ein mehr als wahnsinniges Bild unserer Erde zeigen.

Dazu diese Kurzgeschichte

20. Juli 2020

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Donnerstag

Manchmal haste schon fast Tränen in den Augen, wenn du die Alarmierung hörst. In einer Garage raucht und qualmt irgendwie ein Oldtimer. Bei Ankunft stellt sich heraus, dass der Besitzer den alten Mercedes fremdstarten wollte und dabei der Motorraum abgeraucht sei. Zwar hat er einen Pulverlöscher reingeblasen, aber natürlich auch gleich die Feuerwehr alarmiert. Nicht abgefackelt – wir kühlten ihn nur etwas weiter ab – aber trotzdem wird sich die Restaurierung wohl etwas länger hinziehen – Pulver ist schlimmer wie Wasser.

Ich lese einen Artikel, indem es darum geht, dass eine Schule die Hausarbeit einer Schülerin veröffentlichte. Blöderweise hatte sie diese Hausarbeit mit einem Bild illustriert, welches sie von einem Reiseportal heruntergeladen hat. Da sie den Bildurheber vorher nicht um Erlaubnis fragte, verklagte der sie bzw. die Schule auf ein paar hundert Euro Schadensersatz und eine Unterlassungserklärung. Die Schülerin hatte sogar die Quelle des Bildes angegeben. Die Schule argumentierte, dass das Bild vorher ja schon im Netz frei zugänglich gewesen war und nicht erst durch die Veröffentlichung auf der Schulseite. Dem Europäischen Gerichtshof erschloss sich diese Argumentation nicht, da durch die Schulseite ein neues Publikum erschlossen würde.  (Quelle: e-recht24)

Wie dem auch sei, man kann das so oder so sehen – ich mag auch keinen Text- oder Bildklau. Andererseits muss man Schülern oder Schulen das Leben auch nicht noch zusätzlich schwer machen. Deshalb hier mein Angebot an Schulen, die das hier lesen:

Kaffeetase

Trinkt eine Tasse Kaffee, nehmt Ausschnitte meiner Texte oder Bilder, die ich selbst machte und die nicht gekennzeichnet sind als Werke anderer Bildautoren und verwendet sie für eure Hausarbeiten, Facharbeiten, etc. Ihr dürft die dann gerne auch veröffentlichen. Das Einzige, worum ich bitte ist das, was die Schülerin ja tat: Die Quellenangabe. Und gut ist es. Ich verspreche, euch nicht zu verklagen. Sollten wir uns zufällig mal begegnen – ich nehme gerne einen Kaffee an. Bitte kein Zucker. 🙂

Du weißt ja, dass ich gerne einen dicken Hals bekomme. Bei diesem Einsatz, der kurz nach 23 Uhr beginnt, ist es anders. Der Nachbar hörte die betagte Dame rufen. Sie war gestürzt, kam nicht mehr hoch und er nicht in die Wohnung.  Ihm war es fast peinlich, uns gerufen zu haben. Jedoch – er hat alles richtig gemacht.

Die Tür war schnell auf. Die Jungs vom Rettungsdienst setzten sie auf. Allerdings zeigte sie sich eher uneinsichtig hinsichtlich eines medizinischen Checkups.

Und dann durfte ich junge Polizisten erleben, die so respektvoll einfühlsam und dabei zielorientiert mit diesem betagten Menschen umgingen, dass ich nur sagen kann, meine Stadt, unsere Polizisten 😊


Freitag

Spontane Abfahrt gen München. Dort sind Menschen, die wir gefühlt viel zu wenig sehen und schon zu oft haben wir aus Zeit- und Weggründen keine Geburtstagsbesuche gemacht und es kam unaufhaltsam der Tag, an dem man nur noch zum Abschiednehmen fahren konnte.

Früher sind wir in den Süden gefahren, um  dem kühlen Regen zu entgehen. Kurz hinter Nürnberg stellen wir fest, dass wir zu leichte Kleidung eingepackt haben. Die Temperatur sinkt merklich und es fällt dieses komische Zeigs vom Himmel, dass die Nachrichten „Regen“ nennen.

Zwischendurch erhalte ich die Nachricht von einem Bekannten, dessen Pferdehof vor längerer Zeit gebrannt hatte, schon einiges an Anrufen und Nachrichten erhalten habe. Ein Bild von der Brandnacht ziert das Plakat zur Einladung des Tages der offenen Tür. Glücklicherweise ist  er scheinbar nicht angep***t. Nur meine gute Laune in der Vorfreude auf den Abend bewahrt mich davor, einen dicken Hals zu kriegen. Genervte Gesichter machen, wenn ich erklären will, wann und unter welchen Umständen Bilder genutzt werden dürfen. Dass es einen Unterschied zwischen redaktioneller Berichterstattung und sonstigen Verwendungszwecken gibt, etc. – aber dann vorher nicht abklären, ob das Bild für eine Werbeplakat genutzt werden darf und mich vor vollendete Tatsachen stellen, wo alles nachfragen sowieso sinnlos ist. Was soll’s.

Eintreffen im kalten Süden Bayerns. Schon jetzt hat sich die Fahrt gelohnt. Ein Blick, der mehr als deutlich die Freude über den Geburtstagsbesuch zeigt. Unbezahlbar.


Samstag

Rückfahrt in den warmen Norden. Der Abend davor war lang gewesen. Es bleibt etwas Erholungszeit, dann heißt es aufbrezeln.

Ich nutze die Erholungszeit, um die eine odere andere Meldung und Nachricht zu lesen. Eine Erinnerung an ein abendliches Gespräch vor mehr als 20 Jahren kommt auf. Eine Erinnerung, die mir heute fast wie eine Vorhersage erscheint. Daraus entsteht ein kurzer öffentlicher Text, wie ich die politische Lage derzeit sehe

Rückblick: Vor mehr als 20 Jahren sprach ich in der Türkei mit einem Zahnarzt aus Istanbul. Wir waren ins Gespräch…

Gepostet von Markus Ungerer am Samstag, 11. August 2018

Wir brauchen keine Schreihälse, die populistisch den Wählern, die ebenfalls am lautesten schreien , nachhecheln. Wir brauchen Politiker, die unsere Probleme anpacken ohne dabei die europäische und internationale Gemeinschaft vergessen. Politiker, die erstmal die Sorgen der Bürger hier sehen und Probleme angehen und gleichzeitig sich der internationalen Herausforderung stellen.

Abriegeln geht heutzutage nicht mehr. Genauswenig geht aber eine laissez-fair Haltung, die einfach alles toleriert. Und wir brauchen ein Volk, dass über den Tellerrand hinausschaut und sich offen zeigt ohne dabei die Eigenständigkeit aufzugeben.

Fast zu spät fahren wir los zum Empfang zum Weinfest ähh den Mainwiesen im Nachbarort.

Ein angenehmer Abend, der nur kurz von einer Alarmierung zu einem Einsatz der dann keiner ist, unterbrochen wird. Wir verbringen ihn nach dem offiziellen Empfang quasi backstage. Und wie so oft ist der backstage-Bereich der mit den lustigsten Gesprächen.

Wir brechen nicht allzu spät auf. Erstens war der Abend vorher lang, zweitens muss die für den morgigen Tag geplante Wildschweinkeule noch eingelegt werden, damit sie auf ihre 12 Stunden Einwirkzeit kommt.


Sonntag

Es geschieht Unglaubliches: Ich stehe freiwillig fast mitten in der Nacht auf. Der Grund: Das Wildschwein. Den Grill vorbereiten und anheizen. Das Fleisch wird mindestens 2 Stunden garen müssen. Am Ende sind es dann fast drei Stunden. Das Ergebnis ist essbar.

Wildschwein_smoked_Rosmarinkartoffeln

Wie normal war deine Woche? Freue mich auf deinen Kommentar.

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… hey, ich danke dir herzlich fürs Lesen des Tageswahnsinns. Ich freue mich wahnsinning, wenn du hier unten die Buttons nutzt, um auch deine Freunde auf den Tageswahnsinn aufmerksam zu machen. Vielen Dank dafür. 😊

Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

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