Journalbuch mit Stift
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Manchmal betteln sie direkt nach Aufmerksamkeit und Rechnung

Journalbuch mit Stift

Das Wochenjournal der elften Kalenderwoche 2018

Wenn die hauptamtliche und Führungsmannschaft auf ein Drittel schrumpft, dann kann es nach einiger Zeit schon eng werden. Wäre ja auch schlecht, wenn es nicht auffallen würde, wenn Kollegen krank sind. Ich entschied mich also anstelle der geplanten Übung die Mannschaft um Hilfe zu bitten. Getreu der Grundeinstellung von ehrenamtlichen Helfern war das kein Problem und mit einer tollen Mannschaft wird der Abend genutzt, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten.

Am Schreibtisch der Schreibstube stapelt sich immer noch die Arbeit. Bedingt durch die Stapel auf meinen beiden anderen Schreibtischen geht es auch hier nur langsam voran. Dafür darf ich mich freuen, dass auch dieses Projekt weiter voranschreitet und das Profil online steht.

Die monatliche Führungssitzung beginnt mit Geschenken. Wieder einmal startet eine Testphase. Die Digitalisierung der Alarmierung wirft ihre Schatten voraus. Es wird noch viele Monate dauern bis für alle umgestellt wird, aber es ist gut, dass wir jetzt testen können und somit irgendwann in den Echtbetrieb gehen ohne erst dann über Kleinigkeiten zu stolpern.

Es geht doch. Frühzeitige Abstimmung scheint auch dieses Architekten Zielsetzung zu sein, der das Gespräch sucht. Wir finden zwar zu diesem Zeitpunkt auch noch keine Lösung, aber wir identifzieren den Problempunkt, der lösbar ist, wenn alle Beteiligten sich zusammensetzen und Lösungen auch auf Bauherrnnseite gesucht werden.

Mitte der Woche bin ich gerade im Büro, da läuft wieder ein Brandmeldealarm auf. Mei, ich sag euch, wenn man Wartungsarbeiten an einer Sprinkleranlage durchführt und vergisst, die Brandmeldeanlage vorher abzumelden … dann nenne ich das den Ruf:

Bitte, liebe Gemeinde, schick mir ein Rechnung. 😉

Nichts für ungut, falls ihr Betroffenen mitlest, a bisserl Spaß muss sein.

Ganz anders dagegen die Sache, die noch in dieser Woche auflief und ihren vorläufigen Abschluss mit dem Anruf eines Bürgers endete, dem ich letztlich auch nur sagen konnte, dass ich der falsche Ansprechpartner bin, da ich weder Bauherr, Verkäufer noch Brandschutznachweisersteller oder gar Prüfsachverständiger bin.

Aber zu erwarten war es. Schon als ich den Brandschutznachweis das Prüfprotokoll des Prüfsachverständigen vor Monaten in der Hand hatte, dachte ich mir: „Mal schauen, ob das gut geht.“

Es ist ja sachlich richtig und war auch sachlich richtig in der Planung, dass ein Durchgang zwischen Zaun und Gebäude als Fläche für die Feuerwehr gestaltet und ausgewiesen wird. Dieser dient der Feuerwehr zum Aufstellen der Leitern für Rettung und Brandangriff und ist bei diesem Objekt auch notwendig.

Du fragst dich, wo das Problem liegt?

Es handelt sich um Eigentumswohnungen und die Erdgeschosswohnungen haben dort Terrassen. Und dazwischen wollen die natürlich Sichtschutz und meist möchten die Leute ja auch nicht, dass der Nachbar oder wer auch immer, einfach so auf das Grundstück laufen können. Und dies beißt sich halt mit einem baurechtlich und für die Rettung offen zu haltenden Durchgang.

Des Bürgers, der anrief, größtes Problem, nachdem ich ihn über Sinn und Zweck des Durchgangs aufgeklärt hatte, war übrigens, dass ihm vor dem Kauf der Wohnung vom Verkäufer nichts darüber gesagt wurde. Und das wiederum ist zum Glück kein Problem, für das ich mit an den Tisch müsste.

Die Woche endete mit einer Geburtstagsfeier verbunden mit Abschieds- nein, Aufbruchsfeier. Hut ab vor diesem Mut, physikalische, nicht persönliche Brücken abzureißen und sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg in die Zukunft zu machen. Wir freuen uns auf eure Erlebnisse, Bilder und Berichte – und für hin und wieder ein Treffen, wo auch immer es sein wird. Wenn du mit dabei sein willst, dann bleibe bei freeWilly mit am Ball.

Das Geschenk vom Anfang der Woche hat ein paar Problemchen verursacht. Nein, meine Frau will nicht mitten in der Nacht von Piepton geweckt werden, mit dem der Melder kundgibt, dass der Akku wieder geladen ist. Zudem ist es wohl nicht im Sinne der Sache, dass meine Socken dazu herhalten müssen, dass das Schlafzimmer nicht durch ein blinkendes grünes Licht erleuchte wird. Meine Rufe wurden erhört und seit Sonntag teste ich vorübergehend ein anderes Modell, da meinem das Akkupiepen und Grünlicht abgewöhnt werden soll.

 

Wie normal war deine Woche? Freue mich auf deinen Kommentar.

Hab eine schöne Woche und lass nix anbrennen!


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Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

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