Hast du Spaß bei Unterweisungen und Dornenhecken aufbrechen?

Piktogramm ätzender Stoff
Das finden nicht nur deine Kinder ätzend
1. Februar 2018
Journalbuch mit Stift
Ein kleiner Meter für Dich, eine breite Gasse für Verletzte
12. Februar 2018

Hast du Spaß bei Unterweisungen und Dornenhecken aufbrechen?

Journalbuch mit Stift

Das Wochenjournal der fünften Kalenderwoche 2018

29. Januar 2018

Ein Tag der Kleinigkeiten. Kennst Du das auch? Du bist eigentlich nur am Abarbeiten von x kleinen Dingen, der Tag rast vorbei und am Ende fragst du dich doch, was du getan hast?

Na gut, ganz so klein waren nicht alle Tätigkeiten. Die Alarmierung zu einem Brandmeldealarm, der sich als Fehlfunktion herausstellte, ist schon ärgerlich, wenn man bedenkt, dass nur ein paar Stunden vorher der Wartungsdienst dort war, weil am Tag zuvor die Anlage schon einen Fehlalarm verursacht hatte. Naja. Anlage wieder in Ordnung sehe ich a bisserl anders. Und der Betreiber wohl auch.

Kaum waren wir von diesem Einsatz zurück, der Bericht noch nicht fertig geschrieben, da pfiff es ein weiteres Mal. Nach einem Verkehrsunfall galt es glücklicherweise nicht, um ein Menschleben zu kämpfen, jedoch waren Sicherungsmaßnahmen notwendig und die Umweltverschmutzung durch auslaufende Betriebsstoffe zu minimieren.

30. Januar 2018

Neue Geräte und Hilfsmittel einzuführen, ist manchmal schwierig. Heute jedoch hat es richtig Spaß gemacht, mit dem Evakuierungsstuhl zu üben. Meine Teilnehmerinnen und der Teilnehmer waren nicht nur hochmotiviert, sondern waren sich vollkommen der Tragweite, einen Aufzug bei einem Brand nicht benutzen zu können und trotzdem nicht gehfähige Personen bei der Flucht zu unterstützen, bewusst. Trotz und gerade deswegen hatten alle Spaß dabei – und ich bin dankbar, dass niemand die Chance nutzte, mich die Treppe hinunter schubste, als ich mich als Testperson in den Stuhl setzte.  😉

Wie sonst hätte ich  sie auch davon überzeugen können, dass ich von dem System begeistert bin und dem System sowie den Teilnehmer/innen vertraue.

31. Januar 2018

Vortragsvorbereitungen und Gesprächsvorbereitungen. Tagelang daran gebastelt und es ist wie meistens bei mir: Wenn die Zeit knapp wird, dann arbeitet das Hirn auf Hochtouren. Das, was in vielen Wochen gedanklich angehäuft wurde, ordnet sich schneller als die Finger tippen können zu einer klar strukturierten Roadmap. Ist das Ziel bekannt, dann findest du den Weg, auch wenn du erst die Dornenhecke vor der Zufahrt aufbrechen musst.

1. Februar 2018

Heute wurde ich wieder einmal darin bestätigt, dass unser Baurecht nicht nur ein paar Jahre, sondern Jahrzehnte hinter der Realität nacheiert. Wir machten eine Anleiterprobe mit Steckleitern. (Auch hier die Erklärung über Wikipedia. Wobei ich die eine Bildunterschrift fast lustig finde: „Menschenrettung mit der Steckleiter“ Das Bild zeigt jedoch eine Einsatzkraft der Feuerwehr, die über eine Steckleiter entweder in ein Fenster einsteigen will, aus diesem heraus kam oder einfach nur dort steht, um weiß der Himmel was zu machen)

Wenn du ein bisschen mit der Materie vertraut bist und ich das Stichwort „zweiter Rettungsweg“ nenne, dann weißt du Bescheid. Da du jedoch möglicherweise nicht aus der Branche kommst, hier in einem Satz erklärt:

Der zweite Rettungsweg wird im Regelfall bei Wohnhäusern bis zum 2. Obergeschoss über die tragbaren Leitern der Feuerwehr bereitgestellt.

Wow. Die Sache hat möglicherweise 1873 super funktioniert. Wer nicht mehr so gut im Treppensteigen war und nicht mehr Fensterln konnte, der wurde halt im Erdgeschoss oder im Altersheim untergebracht. Aus. Ende. Schluss.

Heute leben wir in einer echt geilen Zeit:

  • Wir werden immer älter.  😀
  • Unsere Wohnungen werden barrierefrei gebaut.  😀
  • Wir können selbst dann, wenn wir echt nicht mehr so gut mit Treppensteigen, Kochen und Bügeln und Waschen drauf sind, immer noch in unseren Wohnungen bleiben.  😀

Ich finde das wirklich toll – selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden, so lange es nur geht.

Ähm – besser gesagt – so lange es nicht brennt.  😳

Wie willst du eine Treppe runter gehen (erster Rettungsweg), wenn du im normalen Leben den Aufzug benutzen musst? Schau mal auf deinen Aufzug – da steht „Im Brandfall nicht benutzen“. Ha Ha.

Wie willst du mit 85 durch ein Fenster aussteigen, deinen Hüftschmerz geplagten Modelkörper auf eine schmale Leiter bugsieren und dann zügig hinunterkraxeln, weil deine 70jährige Frau hinter dir steht und ebenfalls raus möchte, bevor ihr der Rauch die Besinnung und das Feuer die Frisur nimmt? Ha Ha.

Aber so ist es nun, hinnehmen werde ich es trotzdem nicht. Wenn wir von barrierefrei reden, dann bitte konsequent. Barrierefrei! Energetisch! Tot? Hilft nur noch Beten?

2. Februar 2018

Nichts Außergewöhnliches zu vermelden, wenn man davon absieht, dass ich nach einem langen Abend in Büro #3 genau zu dem Zeitpunkt im heimischen Wohnzimmer ankomme, als Die Altneihauser Feierwehrkapell’n ihre verbalen Angriffe auf Franken ausführte. Und dass von Oberpfälzern, die es noch gar nicht gab, als wir Franken schon Kultur hatten.  😉

„Historisch ist die Oberpfalz mit dem bayerischen Nordgau des 7. bis 14. Jahrhunderts identisch.“

„Die Franken – sinngemäß „die Mutigen, Kühnen“ – hört, hört! – waren einer der germanischen Großstämme. Sie formierten sich im 2./3. Jahrhundert …“

Da wir Franken zudem noch die Glücklicheren sind, verzeihen wir den Oberpfälzern gerne ihre schwachen Versuche, bei den Großen mitzuspielen und hören ihnen zu, so wie wir Erstklässlern zuhören, wenn sie Weihnachtsgedichte vortragen. Wohlwollend begrüßen wir ihr Üben. Die Kleinen werden in 500 bis 1.100 Jahren (vielleicht) auch eine Geschichte haben. Kultur? Naja, zweifelhaft, warten wir es ab. 😉

3. Februar 2018

Heute bin ich noch einmal die Mappe für einen wichtigen Termin kommende Woche durchgegangen. Es ist, wie es immer ist – Kleine Veränderungen scheinen notwendig. Sie ergeben sich durch den gezielten Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die drei spielen übrigens auch hier eine nicht unerhebliche Rolle.

Am Abend einen Freund entspannt  in seinen 50er Abschnitt begleiten. Unsere Zusammensetzung am Tisch ist eine Steilvorlage für einen Krimi. Von außen betrachtet haben Rechtsmedizin, Friedhof und Blaulichter zufrieden an einem Tisch vereinigt etwas Skurilles. Vor allem, wenn man an die möglichen Gespräche denkt. Es fehlten eigentlich nur Hubert und Staller. Oder Baul. 🙂

4. Februar 2018

Am 7. Tage sollst du ruhen. Dem Aufruf bin ich gefolgt.  Geschuldet dem anschleichenden Infekt und wohl auch ein bisschen dem gestrigen Abend. Wobei unklar ist, was den größeren Anteil hat.

Zum Abschluss der Woche noch ein Blick in Glückskinder, kommende Woche ist eine Woche der Chancen.

Hab eine schöne Woche und lass nix anbrennen!


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Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

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