Bist du ein Bad Cop oder ein Flurfunker?

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Bist du ein Bad Cop oder ein Flurfunker?

Journalbuch mit Stift

Das Wochenjournal der vierten Kalenderwoche 2018

22. Januar 2018

Manchmal denke ich mir schon: „Warum muss immer ich den Bad Cop“ machen und die schlechten Nachrichten überbringen? Der Flurfunk funktioniert schon prächtig, ob jedoch der Kollege, in dessen Bereich der Fehler geschah, überhaupt auf Empfang war?

Ich rief ihn an.

Und siehe da:

  • Es hat gar nicht weh getan, und
  • Er wusste noch gar nichts von dem „Ereignis“.

Da mittlerweile mehr als 24 Stunden vergangen waren, hätte man denken können, dass er von Zuständigen bereits informiert worden wäre. Egal, zumindest jetzt weiß er davon und kann und wird sich kümmern.

Kennst du dieses Problem auch? Irgendwann kommt jemand zu dir oder du erfährst hintenrum, dass du dich eigentlich um etwas hättest kümmern sollen? JEDER weiß es doch, ALLE kennen sich aus, Hinz und Kunz wissen sogar, was sie an deiner Stelle tun würden. Flurfunk funktioniert – nicht. Denn in Wirklichkeit weißt du noch gar nichts von dem Problem, um das du dich kümmern musst oder sollst.

Ja?               Kennst Du?              Ich auch.

Dabei ist es doch ganz einfach. Denjenigen, den es betrifft einfach mal anrufen oder anschreiben und ihr oder ihm die simple Frage stellen: „Weißt du eigentlich … ?“

Okay, damit macht man sich unter Umständen auch angreifbar und vor allem ist flurfunken, tratschen und gossipen halt spaßiger, eliminiert mögliche Konflikte durch Distanz zum Objekt und man bleibt dabei definitiv aus der Schusslinie. Aber ob das der richtige Weg ist? Was meinst du?

23. Januar 2018

Manche Gespräche nehmen eine interressante Wendung.  Das Gespräch, von dem ich euch berichte , endete in der Erkenntnis, dass unsere Sprache bereichert würde, wenn wir ein Wort vernichten:

besser

Ja, du hast richtig gelesen, das Wort „besser“.

„Besser“ beraubt uns nämlich eines Superlativs. Schau selbst:

Stufe 1: Der sonnige Tag war gut.

Stufe 2: Der sonnige Tag mit einem goldenen Sonnenuntergang war besser

Stufe 3: Der sonnige Tag mit einem Sonnenuntergang am Strand war am besten.

Stufe 4: ————————————————————————————-

Und jetzt?

Hallo! War das schon alles?

Ja! Und nur wegen dem Wort „besser“.

Streichen wir es. Vergessen wir es. Verwenden wir es nie mehr!

Lassen wir den Tag neu beginnen – ohne „besser“:

Stufe 1: Der sonnige Tag war gut.

Stufe 2: Der sonnige Tag mit einem goldenen Sonnenuntergang war viel gut.

Stufe 3: Der sonnige Tag mit einem Sonnenuntergang am Strand war viel mehr gut.

Stufe 4: Der sonnige Tag mit einem Sonnenuntergang am Strand mit meinem Partner/meiner Partnerin war ganz viel mehr gut.

Siehst du, wie wir beraubt werden? Wie wir um unser Wohlbefinden betrogen werden durch das Wort-das-keiner-mehr-sagt?

Ich fordere auf: Weg damit ❗ 😉

(Sorry, Lisi Schnabelstedt – Wenn Grammatik uns um eine Eskalationsstufe des Wohlbefindens bringt, dann verzichte ich auf Grammatik!)

24. bis 28. Januar 2018

Manchmal fehlen einem die Worte.

Aus Respekt vor dem Menschen bleiben das Journal den Rest der Woche leer.

RIP

Hab eine schöne Woche und lass nix anbrennen!


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Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

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