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Bist du ein guter Nachbar?

Mann, der von einem Hügel auf eine Stadt sieht

Foto von Mustafa ezz von Pexels

Es ist ja nicht ungewöhnlich, dass man auf der Straße arbeitend hin und wieder einen dicken Hals bekommt. Vor einigen Tagen war es wieder einmal soweit:

Gegen Abend erreichte uns die Alarmierung zu „privater Rauchmelder aktiviert“.

Das kann alles oder nichts sein. Sollte es tatsächlich ein Brand sein, so hat man als Einsatzkraft echt gute Chancen, wenn…

Ja, wenn du ein guter Nachbar bist.

Bei dem Einsatz vor einigen Tagen war das dann wohl eher nicht der Fall. Denn auf die Frage, wann der Rauchwarnmelder los gegangen sei, erhielt ich sinngemäß die Antwort:

„Der geht schon seit heute Mittag. Aber jetzt nervt es „

Es wurde eng im Treppenhaus, denn mein Hals erreichte die Dicke der U-Bahn Röhre in London.

Nichtsdestotrotz bleibt ja nur die Kontrolle, auch wenn du eigentlich davon ausgehen kannst, dass es eine Fehlfunktion des Rauchwarnmelders ist. Die Außenkontrolle durch die Fenster erbrachte nichts Auffälliges. Allerdings konnte blöderweise ein Raum nicht eingesehen werden, da der Rolladen herabgelassen war.

Die tollen Nachbarn konnten auch nichts über die Bewohner oder deren Aufenthalt sagen. Mich hat fast gewundert, dass sie wussten, dass dort überhaupt jemand wohnt. Somit erfolgte zusammen mit der Polizei die Entscheidung, in die Wohnung einzudringen, um den einen Raum, den wir nicht einsehen konnten, zu kontrollieren. Wäre ja leider nicht das erstemal, dass man dann Dinge sieht, die niemand sehen sollte. (Sorry für die Bilder im Kopfe jetzt, liebe BOSler)

Letztlich kam bei der Wohnungskontrolle heraus, dass der Rauchwarnmelder aus unbekanntem Grund das Plärren angefangen hatte. Alles gut. Neuer Schließzylinder eingebaut und tschüss.

Dem Nachbarn gab ich mit auf den Weg, dass, hätte es wirklich gebrannt, seine Wohnung wohl auch weg wäre, wenn er die Feuerwehr erst ruft, wenn es nervt….

Heute Morgen dagegen ein ähnlicher Fall, aber ein ganz anderer Nachbar:

Er rief nämlich sofort bei Leitstelle der Feuerwehr an. Die alarmierte und wir machten uns auf den Weg. Auch hier sah es erst nach einem falschen Alarm aus. Nichts im Treppenhaus zu riechen, die Tür kalt, kein Qualm drang heraus. Der Nachbar konnte sagen, dass der Bewohner auf der Arbeit sei. Der übliche Weg wurde auch hier eingeschlagen: Versuchen, über die Fenster in die Wohnung zu blicken.

Tja, diesmal war es kein falscher Alarm. Der Erkunder, der über eine Steckleiter auf den Balkon kraxelte und durch das Fenster blickte, meldete, dass eine Pfanne auf dem Herd stehe und vor sich hin qualme.

Nun lief das übliche Programm ab. Tür öffnen, Atemschutzgeräteträger/in dringen in die Wohnung ein und wenige Minuten später war die Pfanne auf dem Balkon, der Herd ausgeschaltet und die Wohnung gelüftet.

Wäre der Nachbar von heute genauso ignorant gewesen, wie der vor ein paar Tagen – dann hätte er wohl ein oder zwei Stunden später, vielleicht auch früher, den Notruf gewählt. Allerdings wegen eines Wohnungsbrandes….

Welcher Nachbar bist du?

  • Der ein bisschen was über seine Nachbarn weiß – oder dem es egal ist?
  • Der sich kümmert, wenn er seinen Nachbarn zu gewohnten Zeiten nicht sieht – oder der den Notruf erst wählt, weil es im Treppenhaus stinkt und der Briefkasten überquillt?
  • Der, wenn er den Rauchwarnmelder in Nachbars Wohnung hört, sich kümmert – oder der, der Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst dann belästigt, weil das Piepen nach sechs Stunden und beim fernsehen nervt?

Treffe deine Entscheidung! So wie dein Nachbar sie auch treffen muss. Entweder zu deinem Wohl oder zu deinem Pech.

In den oben genannten drei Möglichkeiten, welcher Art Nachbar du wohl sein könntest, habe ich ziemlich oft „sich kümmert“ geschrieben. Was meine ich damit?

Das erzähle ich dir in dem Artikel, der am 26.11.2017 rechtzeitig zu deinem Sonntagsfrühstück erscheint:

10 Anzeichen, dass dein Nachbar sich kümmert.

Lass nix anbrennen!

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Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

1 Kommentar

  1. […] Gestern erzählte ich dir die Geschichte von den beiden unterschiedlichen Nachbarn. […]