Wir kommen Baul näher – oder?

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Wir kommen Baul näher – oder?

Holztür in altem Haus

Holztür in altem Haus

Mit fast 30.000 Einwohner ist Desenzano zwar kein Dorf. Eine Großstadt aber auch nicht, obwohl sie die größte Stadt am See sein soll.

Ein Einäugiger mit schwarzer Augenklappe dürfte selbst in einem Ort, der seltsame Touristen gewohnt ist, auffallen. So war jedenfalls unser Kalkül.

Unsere Spurensuche hatte gestern Abend am See begonnen. Ausgehend von unserem geplanten gemeinsamen Urlaubsdomizil hatten  wir begonnen unsere Kreise zu ziehen.

Auf dem Campingplatz waren Enja und Baul nie angekommen.  Allerdings tankten sie etwa 300 m davor.  Der Tankwart erinnerte sich an die gehetzt wirkende Frau und den hektischen Deutschen mit der Augenklappe. Sie wären runter an den See gefahren, ergänzte ein anderer Mann.

Dort am See am Parkplatz  der Anlegestelle fanden wir dann Bauls alten BMW.  Und warteten. Und warteten umsonst.

Nun,  nicht ganz umsonst.  Nach etwa einer Stunde war eine Frau mit ihrem Hund vorbei gekommen.  Leutselig sprach sie uns an und meinte schließlich,  dass wir wohl nicht warten sollten. Ihr wären der Einäugige,  eine Frau und ein älterer Mann begegnet.  Im vorbeigehen hätte sie aufgeschnappt,  wie der ältere Herr gesagt hätte: „… danach kommt ihr mit zu mir nach Desenzano.“

Wir machten uns also heute ebenfalls auf dem Weg dorthin.

Und wie das so ist mit Annahmen – dass Baul überall auffallen würde  – der Spur unseres Augenklappe tragenden Münchners zu folgen, erwies sich als langwegig.

Um genau zu sein:

Wir liefen 9,43 km bis wir endlich ein japanisch aussehendes und englisch sprechendes Paar fanden,  dass uns weiterhelfen konnte.

Ihnen war Baul nicht nur wegen seiner Augenklappe aufgefallen, sondern auch wegen der Frau, die ihn begleitete und auf ihn einredete.  In einer Lautstärke, die einem Marktschreier Ehre gemacht hätte.

Auf die Frage,  wo das Paar unsere Freunde zuletzt gesehen hätte, führten sie uns in Gasse.  Durch diese Tür wären sie gegangen:

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Markus Ungerer
Markus Ungerer ist Autor, Vortragsredner, Instructor und Feuerwehrler. Er hilft anderen, entspannt zu überleben, wenn es heiß wird. Noch lieber allerdings hilft er zu verhindern, dass es zu heiß abgeht in Wohnung, Büro und wo auch immer du dich aufhältst. Lass nix anbrennen! und verbinde dich mit ihm auf Twitter und Facebook.

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